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Das Kantonale Jugendheim Platanen­hof in Oberuzwil, gegründet im Jahre 1894, dient der Unterbringung von zivil- und strafrechtlich eingewie­se­nen Jugendlichen sowie jungen Er­wach­se­nen und ist in dieser Form einmalig im Kanton SG.

Das Heim setzt sich zusammen aus offen und geschlossen geführten Wohngruppen, aus heiminternen Ausbildungs­be­trieben sowie Schulen und bietet Platz für insgesamt 42 Jugendliche. Die Angestellten sind grösstenteils im Besitz der geforderten und vom Bund anerkannten Diplome und Ausbildungs­abschlüsse. Infrastrukturell ist das Heim dank der perma­nenten Unter­stützung durch das Bau­departement in sehr gutem Zustand. Kon­zep­tuell reiht sich die Institution klar bei den pädagogisch ausgerichteten Angeboten ein. Die Vernetzung mit ähnlichen Einrichtungen besteht auf ver­schieden­sten Ebenen, u. a. gehört die JHL (Schwei­zerische Jugendheimleiterkonferenz) dazu.

Die zivil- oder strafrechtlich eingewiesenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen stammen hauptsächlich aus diversen Deutsch­schweizer-Kantonen; vereinzelt aus dem Tessin und bleiben – je nach Auftrag – für wenige Tage bis zu mehreren Jahren.

Eine enge Zusammenarbeit mit dem relevanten Umfeld der Eingewiesenen (Behörden­vertreterInnen, Erziehungsberechtigte, externe Fachpersonen) hat hohe Priorität.

Im geschlossen geführten Bereich setzen sich die Aufträge aus Abklärungen, Ver­setzungen (Timeouts) und Überbrückungen sowie U-Haften und Freiheitsentzügen zusammen. Das Verhältnis männlich/weiblich unter den Eingewiesenen ist etwa 2/3 zu 1/3. Es besteht häufig eine Warteliste. Das Durchschnittsalter in den gemischt­geschlechtlichen Wohngruppen beträgt knapp 16 Jahre.

Im offenen Bereich absolvieren die durchwegs männlichen Bewohner die reguläre Schul­pflicht oder eine Berufsausbildung. Der Besuch der Berufsschule erfolgt extern. Ein zu­sätzliches Angebot im offenen Bereich sind Überbrückungen nach der Phase der Ge­schlossenheit; offene Timeouts sowie die so genannte "Besondere Unterrichts- und Betreuungsstätte BUB", die für ausgeschlossene St.Galler Oberstufen­schüler die Möglich­keit bietet, den Schulabschluss und parallel dazu die Berufs­abklärung sowie die Berufs­vorbereitung zu realisieren. Dieses Angebot steht grundsätzlich für eine offene Abklärung bereit. Involviert sind bei dieser Platzierungsform die jeweilige KES- und Schulbehörde sowie das Amt für Volksschule des Bildungs­de­parte­mentes SG. Aufnahmen erfolgen bei Bedarf, also auch während dem laufenden Schul­­jahr.

Zusätzliche Informationen und Bilder sind ersichtlich in der Vorstellung der einzelnen Angebote.

Jan 2013 / Heimleitung

 

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